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Posteingang im Alltag

Antworten sichten, zuordnen, abarbeiten. Auch Abwesenheitsnotizen und Absender, die Sie nicht kennen.

Klicken Sie auf eine Frage, um die Antwort zu lesen.

Warum soll ich Antworten hier lesen und nicht in Outlook?

Weil hier die Antwort beim Kontakt landet, nicht in einem Postfach.

Was das im Alltag ausmacht:

  • Die Historie ist vollständig. Wer den Kontakt öffnet, sieht Kampagne, Antwort und Notiz an einer Stelle.
  • Kollegen sehen es auch. Eine Antwort in Ihrem Outlook kennt niemand außer Ihnen.
  • Sie können sofort weiterarbeiten: Wiedervorlage setzen, Kategorie ändern, Notiz schreiben.

Was nicht heißt, dass Sie Outlook aufgeben müssen: Ihr Postfach bleibt Ihr Postfach; Aurora liest mit. Was Sie dort tun — lesen, verschieben, löschen —, wirkt nicht zurück.

Der Rat aus der Praxis: Antworten auf Kampagnen hier bearbeiten, alles andere wie gewohnt.

Wie arbeite ich den Posteingang ab?

Einmal morgens, einmal nachmittags, und jede Nachricht wird beim ersten Ansehen fertig bearbeitet:

  1. Lesen.
  2. Entscheiden: antworten, weiterleiten, ablegen.
  3. Notiz am Kontakt, wenn etwas Inhaltliches drinstand.
  4. Wiedervorlage, wenn etwas offen bleibt.
  5. Weg damit — archivieren oder als gelesen markieren.

Was Sie nicht tun sollten: eine Nachricht öffnen, „mache ich später“ denken und weiterblättern. Das ist der Weg zu einem Posteingang mit 200 ungelesenen Einträgen, den niemand mehr anfasst.

Die Regel dahinter ist alt und stimmt: Was in zwei Minuten erledigt ist, wird sofort erledigt. Alles andere bekommt einen Termin.

Was mache ich mit Nachrichten von Unbekannten?

Prüfen, ob es ein Kontakt sein sollte — und dann entscheiden:

  • Anfrage von jemandem, den Sie nicht kennen: Kontakt anlegen, direkt aus der Nachricht heraus. Damit ist die Historie von Anfang an vollständig.
  • Antwort von einer anderen Adresse desselben Betriebs: Die Adresse zum vorhandenen Kontakt hinzufügen oder einen zweiten Kontakt anlegen.
  • Werbung, Bewerbung, Rechnung: Kein Fall für den Bestand. Archivieren.

Die Zuordnung passiert automatisch über die Mailadresse. Wenn jemand von einer anderen Adresse antwortet — vom Handy, aus einem anderen Postfach —, landet die Nachricht unter „Unbekannte“, obwohl der Mensch bekannt ist.

Das ist der häufigste Fall, und er ist mit zwei Klicks erledigt.

Eine Antwort ist beim falschen Kontakt gelandet.

Das passiert bei geteilten Postfächern und bei Sammeladressen: Wenn drei Personen über info@ schreiben, kann Aurora sie nicht auseinanderhalten.

Was Sie tun: die Zuordnung von Hand korrigieren. Die Nachricht wandert zum richtigen Kontakt, die Historie stimmt wieder.

Was Sie vorbeugend tun können:

  • Persönliche Adressen pflegen, wo es sie gibt. Eine Sammeladresse als einzige Angabe ist bei einem Kontakt selten hilfreich.
  • Bei Betrieben mit mehreren Ansprechpartnern je Person einen Kontakt anlegen, nicht einen für die Firma.

Und prüfen Sie nach einer Korrektur, ob eine Notiz oder Wiedervorlage am falschen Kontakt hängt.

Abwesenheitsnotizen fluten den Posteingang.

Nach jeder Kampagne — das ist normal und unvermeidlich.

Wie Sie damit umgehen:

  • Nicht einfach löschen. Abwesenheitsnotizen enthalten oft das Nützlichste an der ganzen Kampagne: das Rückkehrdatum und den Namen der Vertretung.
  • Rückkehrdatum als Wiedervorlage. Ein Anruf am Tag nach der Rückkehr ist einer der besten überhaupt.
  • Dauerhafte Abwesenheit — „hat das Unternehmen verlassen“ — ist eine harte Information: Kontakt anpassen, Adresse aussortieren, gegebenenfalls die genannte Nachfolge als neuen Kontakt anlegen.

Der Rest wandert ins Archiv. Zehn Minuten nach jeder Kampagne, und der Posteingang ist wieder brauchbar.

Wofür sind die Filter im Posteingang?

Um aus einer Liste eine Arbeitsliste zu machen:

  • Ungelesen — was noch niemand angesehen hat.
  • Bekannte — Antworten von Kontakten. Das ist die wichtigste Liste, denn hier steckt die Arbeit.
  • Unbekannte — Absender ohne Kontakt. Meist neue Anfragen oder Antworten von anderen Adressen.
  • Archiv — erledigt.

Der Ablauf, der funktioniert: erst „Bekannte“ durchgehen (das ist die Ernte Ihrer Kampagnen), dann „Unbekannte“ (das sind die neuen Chancen), dann den Rest.

Was Sie nicht brauchen: den Posteingang als zweites Mailprogramm. Er ist für Antworten auf Ihre Ansprache da, nicht für Ihren gesamten Schriftverkehr.

Kann ich direkt aus Aurora antworten?

Ja, und das ist meistens der richtige Weg, weil die Antwort damit in der Historie steht.

Wann Sie es trotzdem im gewohnten Mailprogramm tun sollten:

  • Lange, individuelle Antworten mit Anhängen und Formatierung.
  • Nachrichten, in denen Sie jemanden in Kopie setzen.
  • Alles, was zu einem Vorgang gehört, der ohnehin per Mail läuft.

Wenn Sie außerhalb antworten: Schreiben Sie eine kurze Notiz am Kontakt. Sonst sieht ein Kollege eine Anfrage ohne Antwort und meldet sich ein zweites Mal.

Und prüfen Sie den Absender: Antworten gehen von dem Postfach hinaus, das an der Kampagne hängt — nicht zwingend von Ihrem persönlichen.

Mein Posteingang hat 300 ungelesene Einträge. Wo fange ich an?

Nicht oben. Machen Sie einen Schnitt:

  1. Alles älter als vier Wochen archivieren. Was so lange lag, ist erledigt oder verloren — beides ändert sich nicht dadurch, dass Sie es jetzt lesen.
  2. Den Rest nach „Bekannte“ filtern und abarbeiten. Das sind die Antworten von Kontakten, und dort steckt der Wert.
  3. „Unbekannte“ durchsehen und die Anfragen herausfischen.
  4. Danach den Ablauf einführen, der es nicht wieder so weit kommen lässt: zweimal täglich, jede Nachricht fertig bearbeiten.

Der Schnitt in Punkt 1 tut weh und ist trotzdem richtig. Ein Posteingang, den man aus schlechtem Gewissen nicht anfasst, wird nie wieder benutzt.

Was von meinem Postfach landet in Aurora?

Nur, was für die Zuordnung gebraucht wird, und zwar aus den Ordnern und dem Zeitraum, die Sie beim Verbinden ausgewählt haben.

Damit Sie es kennen:

  • Nicht Ihr ganzes Postfach. Sie bestimmen die Ordner.
  • Ein begrenzter Zeitraum. Standardmäßig einige Monate, nicht Jahre.
  • Anhänge werden nicht dauerhaft mitgezogen.

Warum die Begrenzung: Ein vollständiges Postfach über zehn Jahre ist eine zweite Kopie Ihrer gesamten Korrespondenz — mit allem, was an Personendaten darin steckt. Das braucht niemand für die Zuordnung von Kampagnenantworten.

Wenn Sie unsicher sind, was eingelesen wurde, sehen Sie in den Einstellungen des Postfachs nach. Dort steht, welche Ordner und welcher Zeitraum gelten.

Im Posteingang erscheint nichts.

Der Reihe nach:

  1. Ist ein Postfach verbunden? Ohne Verbindung gibt es keinen Posteingang.
  2. Läuft der Abgleich? Auf manchen Instanzen läuft er nicht von selbst — dann gibt es einen Knopf „Jetzt abgleichen“.
  3. Sind die richtigen Ordner ausgewählt? Wenn nur „Posteingang“ eingelesen wird, Ihre Antworten aber in einem Unterordner landen, kommt hier nichts an.
  4. Filter gesetzt? „Ungelesen“ zeigt nichts, wenn alles gelesen ist.
  5. Zeitraum. Was älter ist als der eingestellte Zeitraum, wird nicht geholt.

Der häufigste Fall ist Nummer 3: eine Regel im Mailprogramm, die Antworten automatisch in einen Ordner verschiebt, bevor Aurora sie sieht.

Nachrichten erscheinen doppelt.

Dafür gibt es drei typische Ursachen:

  • Zwei Postfächer, die dieselbe Adresse abholen — etwa ein persönliches und ein geteiltes.
  • Eine Weiterleitungsregel, die Nachrichten in einen zweiten eingelesenen Ordner kopiert.
  • Ein Kontakt mit zwei Mailadressen, an die dieselbe Nachricht ging.

Was Sie tun: Nachsehen, welche Postfächer verbunden sind und welche Ordner jeweils eingelesen werden. In den allermeisten Fällen liegt dort eine Überschneidung.

Doppelte Einträge sind ärgerlich, aber ungefährlich: Sie führen nicht zu doppeltem Versand. Der entsteht an einer anderen Stelle — bei doppelten Kontakten.

Was mache ich mit vertraulichen Nachrichten?

Achtung: Ein verbundenes persönliches Postfach ist für Berechtigte einsehbar. Klären Sie das im Team, bevor Sie es verbinden — nicht danach.

Bedenken Sie zuerst, dass ein verbundenes Postfach bedeutet: Kollegen mit den entsprechenden Rechten können mitlesen, was dort eingelesen wurde.

Daraus folgt:

  • Persönliche Postfächer nur verbinden, wenn das gewollt ist — und das Team soll wissen, dass es so ist.
  • Ordner bewusst wählen. Was nicht eingelesen wird, ist nicht sichtbar.
  • Vertrauliches gehört nicht in Notizen. Der Inhalt einer Nachricht kann bei einer Auskunftsanfrage angefordert werden.

Bei besonders geschützten Daten — Gesundheit, Bewerbungen, Sozialdaten — gilt zusätzlich: Die Verarbeitung braucht eine eigene Grundlage, und der Kreis der Zugriffsberechtigten sollte so klein wie möglich sein.

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