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Kampagnen

Serienmails in Stufen: anlegen, testen, scharf schalten, nachfassen. Und wissen, wer was bekommen hat.

Klicken Sie auf eine Frage, um die Antwort zu lesen.

Was ist eine Kampagne in Aurora?

Eine Serienmail an eine ausgewählte Gruppe, in bis zu drei Stufen: Erst-Mail, erstes Nachfassen, zweites Nachfassen. Aurora versendet zeitversetzt statt alles auf einmal und protokolliert jede einzelne Nachricht.

Der wichtigste Unterschied zu einem Serienbrief aus Word: Die Kampagne hat ein Gedächtnis. Sie weiß, wer schon angeschrieben wurde, wer geantwortet hat und wer deshalb aus dem Nachfassen herausfällt.

Was bedeuten die drei Stufen?

Sie beschreiben, in welchem Anlauf eine Mail hinausgeht:

  1. Erst-Mail — die erste Ansprache.
  2. 1. Nachfassen — für alle, die auf die Erst-Mail nicht geantwortet haben.
  3. 2. Nachfassen — der letzte Anlauf.

Jede Stufe hat ihre eigene Vorlage. Wer auf die Erst-Mail antwortet, bekommt kein Nachfassen mehr — das ist der ganze Sinn der Aufteilung: Man wirkt nicht wie ein Automat, der weiterschickt, obwohl man schon im Gespräch ist.

Wie lege ich eine neue Kampagne an?

Weg Versand → „+ Kontakte“

Über die Versandzentrale, nicht über die Kampagnenliste. Dort führt „+ Kontakte“ in einen Assistenten mit drei Fragen:

  1. Worum geht es? — Erstkontakt, erstes oder zweites Nachfassen. Die Stufe entscheidet, welche Vorlage genommen wird und wer überhaupt noch infrage kommt.
  2. Welche Kontakte? — Kategorien anklicken, mehrere gehen. Die große Zahl darunter rechnet mit.
  3. Was soll drinstehen? — Name der Kampagne, Absenderpostfach und Vorlage.

Zum Schluss fasst der Assistent in einem Satz zusammen, wer was bekommt, und zeigt die ersten Empfänger. Am Ende steht ein Entwurf — verschickt wird noch nichts.

Angelegt wird oben rechts: „+ Kontakte“ für eine Kontakte-Kampagne, „+ Stellen“ für den Stellenversand. Die Zeile unter der Überschrift verrät den Rest: „Klick auf Zeile öffnet Detail“.

Wie wähle ich aus, wer angeschrieben wird?

Über die Kategorien im zweiten Schritt des Assistenten. Sie kommen aus den Schlagworten an Ihren Kontakten; mehrere lassen sich kombinieren — angeschrieben wird, wer in mindestens einer davon steckt.

Die große Zahl darunter ist die verlässliche Angabe. Sie rechnet bereits ab:

  • Abgemeldete,
  • Kontakte ohne Mailadresse,
  • Kontakte, die bereits in einer laufenden Kampagne stecken.

Deshalb ist sie fast immer kleiner als die Zahl der Kontakte in der Kategorie. Stimmt die angezeigte Empfängerliste nicht, stimmt die Kategorie nicht.

Was passiert, wenn ich keine Kategorie auswähle?

Achtung: Der Versand an wirklich alle Kontakte braucht ein eigenes Häkchen. Prüfen Sie vor dem Scharfschalten immer die genannte Empfängerzahl.

Dann versendet Aurora nichts. Der Assistent verlangt mindestens eine Kategorie und sagt das auch: Bitte mindestens eine Kategorie wählen.

Wer wirklich alle Kontakte anschreiben will, muss das ausdrücklich tun — über das Häkchen darunter. Das ist der eingebaute Schutzschalter, und es gibt ihn aus einem konkreten Grund: In einem älteren Stand bedeutete eine leere Auswahl nicht „niemand“, sondern „alle“, und eine Kampagne, die an eine Kategorie gehen sollte, erreichte den gesamten Bestand.

Verlassen Sie sich trotzdem nicht allein auf den Schalter. Die Empfängerzahl in der Bestätigungsfrage ist die letzte und beste Kontrolle.

Wie starte ich den echten Versand?

Weg Kampagnen → Kampagne öffnen → „Versand vorbereiten“
Achtung: Ab dieser Bestätigung werden echte Mails zugestellt. Es gibt kein Zurückholen — auch nicht durch Anhalten der Kampagne.

Nicht beim Anlegen — das erzeugt nur einen Entwurf. Der Versand wird in der Kampagne selbst freigegeben:

  1. Kampagne aus der Liste öffnen.
  2. Im Bereich „Versand vorbereiten“ die Mail lesen.
  3. Testmail an die eigene Adresse schicken und gegenlesen.
  4. Den Knopf mit der Empfängerzahl darauf drücken.
  5. Die Rückfrage bestätigen — sie nennt Kampagne, Empfängerzahl und Stufe und sagt, dass es sich nicht zurücknehmen lässt.

Vorher geht nichts hinaus. Danach nimmt es niemand mehr zurück.

Wie schicke ich eine Testmail?

Im Bereich „Versand vorbereiten“ der Kampagne gibt es ein Feld für die Testadresse. Dorthin geht eine einzelne Mail zum Gegenlesen — die echte Empfängerliste bleibt unberührt.

Prüfen Sie drei Dinge, am besten auf dem Handy:

  • Stimmt die Anrede? Ein leerer Platzhalter fällt sofort auf.
  • Wird die Betreffzeile abgeschnitten?
  • Ist der Abmeldelink da?

Kann ich eine laufende Kampagne anhalten?

Weg Kampagne öffnen → Versand anhalten

Ja. Aurora fragt dabei nach und sagt genau, was das bedeutet: Bereits angefangene Mails gehen noch raus, danach ruht die Kampagne. Weitermachen können Sie jederzeit.

Das Anhalten stoppt also den weiteren Versand, holt aber nichts zurück, was schon unterwegs ist. Wenn Sie merken, dass etwas falsch ist, ist Anhalten trotzdem das Richtige — es begrenzt den Schaden auf die Mails, die schon draußen sind.

Wie setze ich eine angehaltene Kampagne fort?

Achtung: „Alle noch einmal anschreiben“ verschickt an Empfänger, die die Mail bereits erhalten haben. Das ist selten gewollt und wirkt beim Empfänger wie ein Fehler.

Über den Knopf zum Weiterverschicken. Auch hier kommt eine Rückfrage, und sie unterscheidet klar zwischen zwei Fällen:

  • „Weiter verschicken?“ — es geht nur an die, die noch warten. Das ist der Normalfall.
  • „Alle noch einmal anschreiben?“ — auch die, die die Mail schon bekommen haben. Das ist fast nie gemeint.

Lesen Sie, welche der beiden Fragen auf dem Bildschirm steht.

Ich habe versehentlich die falsche Kampagne gestartet. Was jetzt?

Der Reihe nach, und schnell:

  1. Kampagne anhalten. Das stoppt alles, was noch nicht angefangen wurde. Bei zeitversetztem Versand ist das oft der weit größere Teil.
  2. Nachsehen, wie viele schon draußen sind. Die Kampagne zeigt es.
  3. Entscheiden, ob eine Richtigstellung nötig ist. Bei einer falschen Zielgruppe ist Schweigen oft besser als eine zweite Mail; bei falschem Inhalt (Zahlen, Termine) ist eine kurze Korrektur an genau die Empfänger richtig, die betroffen sind.
  4. Ursache festhalten. Fast immer war es die Kategorie im zweiten Schritt.

Was Sie nicht tun sollten: sofort eine zweite Kampagne hinterherschicken. Zwei Mails in fünf Minuten schaden dem Absenderruf mehr als die erste falsche.

Was bedeuten die Zustände in der Kampagnenliste?

Sie stehen in Klartext dort:

  • Entwurf — angelegt, aber noch nie etwas verschickt.
  • Läuft — der Versand ist freigegeben und arbeitet die Liste ab.
  • Angehalten — ruht; Weitermachen jederzeit möglich.
  • Abgeschlossen — alle Empfänger dieser Stufe sind bedient.

Daneben steht die Stufe: Erst-Mail, 1. Nachfassen, 2. Nachfassen. Ein Klick auf die Zeile öffnet die Kampagne.

Warum verschickt Aurora nicht alles auf einmal?

Weil das der zuverlässigste Weg wäre, im Spamordner zu landen. Mailanbieter bewerten den Ruf eines Absenders unter anderem daran, wie plötzlich Mengen auftreten. Tausend Mails in einer Minute von einer Adresse, die vorher zwanzig am Tag verschickt hat, sieht aus wie ein gekapertes Konto.

Aurora verteilt den Versand deshalb über die Zeit. Bei neuen Absenderadressen kommt eine Mengenbremse dazu — im Assistenten steht sie als Obergrenze: Von X passenden Kontakten kommen Y in diese Kampagne. Der Rest bleibt für die nächste übrig.

Warum bekommen nicht alle passenden Kontakte die Kampagne?

Weil eine Obergrenze greift. Der Assistent zeigt sie im Klartext an: Von den passenden Kontakten kommt nur ein Teil in diese Kampagne, der Rest bleibt für die nächste übrig.

Das ist eine Bremse für den Anfang: Neue Absenderadressen sollten nicht mit Tausenden Mails starten, das kostet Zustellbarkeit. Wenn Ihre Adresse eingelaufen ist und die Zustellung stabil läuft, lässt sich die Grenze anheben.

Wer wird von einer Kampagne ausgeschlossen — und warum?

Vier Gruppen, automatisch:

  • Abgemeldete. Wer sich abgemeldet hat, wird nie wieder angeschrieben. Das wird bei jedem Versand geprüft, in jeder Kampagne.
  • Kontakte ohne Mailadresse. Es gibt kein Ziel.
  • Kontakte in einer laufenden Kampagne. Sonst bekäme jemand zwei verschiedene Anschreiben gleichzeitig.
  • Wer auf eine frühere Stufe geantwortet hat — beim Nachfassen.

Wenn die Empfängerzahl kleiner ist als erwartet, ist die Erklärung fast immer in dieser Liste.

Aurora sagt, es gibt niemanden, der noch nicht angeschrieben wurde. Was heißt das?

Genau das: Für die gewählte Kombination aus Kategorie und Stufe ist die Liste leer. Der Hinweis lautet Für diese Auswahl gibt es niemanden, der noch nicht angeschrieben wurde. Andere Kategorie oder andere Stufe wählen.

Zwei typische Ursachen:

  • Sie haben die Erst-Mail gewählt, aber diese Gruppe hat sie bereits bekommen — gemeint war das Nachfassen.
  • Die Kategorie ist enger, als sie aussieht, weil Abgemeldete und Kontakte ohne Mailadresse abgezogen sind.

Aurora sagt, für diese Stufe gebe es noch keine Vorlage — was fehlt?

Weg Vorlagen → Stufe wählen → „+ Neu“

Dann fehlt der Text. Jede Stufe hat ihre eigene Vorlage; ohne Text nützt die beste Zielgruppe nichts.

Legen Sie unter Vorlagen eine für die gewünschte Stufe an. Die Stufe wählen Sie dort oben aus, bevor Sie auf „+ Neu“ drücken — sonst entsteht die Vorlage in der falschen Stufe und taucht im Assistenten wieder nicht auf.

Wo landen die Antworten auf eine Kampagne?

Im Posteingang in Aurora — vorausgesetzt, für Ihr Absenderpostfach ist das Abholen eingerichtet.

Aurora ordnet eingehende Mails über Absenderadresse und Betreff automatisch dem richtigen Kontakt zu; Sie sehen den Verlauf am Kontakt, ohne im Postfach zu suchen. Was sich nicht zuordnen lässt, steht unter „Neu“ und wartet auf Sie.

Kann ich eine Kampagne umbenennen?

Ja, der Name ist nur zur Wiedererkennung in Ihrer Liste — der Empfänger sieht ihn nie. Umbenennen ändert nichts am Versand und an den bereits verschickten Mails.

Ein Hinweis aus der Vergangenheit: In einem älteren Stand brach das Umbenennen mit einer Fehlermeldung ab. Das ist behoben; falls es bei Ihnen noch auftritt, läuft Ihre Instanz auf einem älteren Stand.

Kann ich eine Kampagne löschen?

Einen Entwurf ja, ohne Folgen — es ist noch nichts passiert.

Eine Kampagne, aus der bereits Mails hinausgegangen sind, sollten Sie stehen lassen. Sie ist der Nachweis darüber, wer wann was bekommen hat, und genau danach wird gefragt, wenn sich jemand über eine Mail beschwert oder wenn Sie eine Auskunft erteilen müssen. Angehalten und abgeschlossen stört sie niemanden; gelöscht fehlt sie genau dann, wenn man sie braucht.

Wie sehe ich, wer welche Mail bekommen hat?

Auf zwei Wegen, je nach Frage:

  • Von der Kampagne aus: Die Detailseite zeigt je Empfänger, was mit seiner Mail passiert ist — verschickt, wartend, zurückgekommen.
  • Vom Kontakt aus: Die Detailansicht des Kontakts zeigt jede Mail, die an ihn ging, im Verlauf.

Beides zusammen beantwortet die Frage, die im Ernstfall gestellt wird: Was genau hat diese Person von uns bekommen und wann?

Ein Empfänger sagt, er habe nichts bekommen. Wie prüfe ich das?

In dieser Reihenfolge:

  1. Steht die Person überhaupt in der Empfängerliste der Kampagne? Oft ist sie durch eine der Ausschlussregeln herausgefallen — abgemeldet, keine Mailadresse, schon in einer anderen Kampagne.
  2. Ist die Mail als verschickt protokolliert? Steht sie noch als wartend, ist sie schlicht noch nicht dran.
  3. Gab es einen Rückläufer? Ein harter Bounce heißt: Die Adresse existiert nicht.
  4. Läuft Ihre Instanz im geschützten Versandmodus? Dann verlässt keine Mail das System — der Hinweis steht in der Kopfzeile.
  5. Spamordner. Wenn alles andere stimmt, ist das die wahrscheinlichste Erklärung — und dann geht es um SPF, DKIM und DMARC.

Kann ich einen Anhang an eine Kampagne hängen?

Ja, im Bereich „Versand vorbereiten“ lassen sich Dateien anhängen, die mit jeder Nachricht dieser Kampagne mitgehen.

Zwei Warnungen, die zusammengehören: Große Anhänge schaden der Zustellbarkeit — sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit, im Spamordner zu landen, und manche Empfängerserver weisen sie ganz ab. Ein Link im Text ist deshalb oft die bessere Wahl, gerade beim ersten Kontakt.

In der Testmail steht „Sehr geehrte/r ,“ — was ist da passiert?

Ein Platzhalter konnte nicht gefüllt werden, weil der Wert beim Kontakt fehlt — meistens die Anrede oder der Nachname.

Zwei Lösungen, beide sinnvoll:

  • Die Vorlage absichern: Jeder Platzhalter kann eine Ersatzformulierung bekommen, die greift, wenn der Wert fehlt. Dann steht dort eine neutrale Anrede statt einer Lücke.
  • Die Daten ergänzen: Wenn bei vielen Kontakten dieselbe Angabe fehlt, ist das ein Hinweis auf eine unvollständige Spaltenzuordnung beim Import.

Diesen Fehler findet man nur in der Testmail — im Editor sieht der Platzhalter immer gut aus.

Wie verschicke ich Stellenangebote statt einer normalen Kampagne?

Weg Versand → „+ Stellen“

Über „+ Stellen“ in der Versandzentrale. Der Ablauf ist derselbe — dieselben Stufen, dieselbe Freigabe —, nur ist der Inhalt an Stellen gebunden.

Zwei Besonderheiten:

  • „Alle auswählen“ erfasst nur die angezeigten neuesten Stellen, nicht den ganzen Bestand. Grenzen Sie über die Kategorie ein, damit die Kampagne wirklich alle gemeinten Stellen trifft.
  • Duplikatprüfung: Steht dieselbe Mailadresse in mehreren Stellen, hält Aurora vor dem Anlegen an. Sie entscheiden je Adresse, welche Stelle zählt — sonst bekäme jemand mehrere Mails auf einmal.
Beim Stellenversand stehen „Stufe“ und „Vorlage“ oben, die Stellenliste darunter. Der Knopf zählt mit, wie viele ausgewählt sind — hier „Kampagne erstellen (0)“.

Was passiert bei der Duplikatprüfung im Stellenversand?

Aurora prüft vor dem Anlegen, ob dieselbe Mailadresse in mehreren ausgewählten Stellen vorkommt. Ist das so, erscheint der Hinweis „Duplikate erkannt“, und Sie entscheiden je Adresse, welche Stelle zählt.

Ohne diesen Schritt bekäme eine Person mehrere Mails gleichzeitig — das wirkt beim Empfänger wie ein defekter Automat und ist der schnellste Weg zu einer Beschwerde.

Kann ich den Absender einer Kampagne ändern?

Beim Anlegen wählen Sie das Absenderpostfach; es bestimmt Absendername, Signatur und Antwortadresse.

Solange die Kampagne noch Entwurf ist, lässt es sich wechseln. Bei einer laufenden Kampagne sollten Sie es nicht tun: Empfänger der ersten Hälfte bekämen das Nachfassen von einer anderen Adresse als die Erst-Mail — für den Empfänger sieht das aus wie zwei verschiedene Absender, und Antworten laufen ins Leere.

Wie oft und in welchem Abstand sollte ich nachfassen?

Aurora gibt drei Stufen vor, und das ist auch praktisch die Obergrenze: Wer nach zwei Nachfassungen nicht geantwortet hat, antwortet auch beim dritten Mal nicht — er ärgert sich nur.

Zum Abstand gibt es keine technische Vorgabe, weil sie vom Anlass abhängt. Als Faustregel aus der Praxis: eine Woche bis zum ersten, zwei bis drei Wochen bis zum zweiten Nachfassen. Kürzer wirkt gedrängt, deutlich länger hat den Bezug verloren.

Wichtig ist nur eines: Jede Stufe braucht einen eigenen, kürzeren Text. Dieselbe Mail zweimal zu schicken ist die häufigste Ursache für Abmeldungen.

Warum landen meine Kampagnen im Spamordner?

Fast immer an einer von vier Stellen, in dieser Reihenfolge geprüft:

  1. Die drei DNS-Einträge fehlen oder sind falsch. SPF, DKIM und DMARC entscheiden mehr über den Spamordner als alles andere. Das ist mit Abstand der häufigste Grund.
  2. Die Absenderadresse ist neu und verschickt plötzlich viel. Deshalb die Mengenbremse.
  3. Harte Bounces häufen sich — nicht existierende Adressen ruinieren den Ruf schnell.
  4. Der Inhalt. Große Anhänge, viele Links, Reizwörter im Betreff, ein Text, der nur aus einem Bild besteht.

Punkt 1 ist einmalige Arbeit an Ihrer Domain und wirkt dauerhaft. Alles andere ist Feinschliff.

Kann ich sehen, wie die Mail bei einem bestimmten Kontakt aussieht?

Ja. Die Vorschau zeigt die Vorlage mit den Daten eines echten Kontakts, nicht mit Beispielwerten. Das ist der schnellste Weg, eine schiefe Anrede zu finden.

Der Unterschied zur Testmail: Die Vorschau zeigt es im Browser, die Testmail zeigt es im Mailprogramm des Empfängers. Beides ist nötig — der Browser verrät nichts darüber, wie Outlook die Formatierung auseinandernimmt.

Wann sollte eine Kampagne losgehen?

Technisch jederzeit — praktisch gibt es zwei Regeln, die sich immer wieder bestätigen:

  • Nicht Freitagnachmittag und nicht am Wochenende. Was am Freitag ankommt, liegt am Montag unter allem anderen.
  • Dienstag bis Donnerstag, Vormittag, ist die unauffällig beste Zeit für geschäftliche Post.

Wichtiger als die Uhrzeit ist aber, dass Sie da sind, wenn die Antworten kommen. Eine Kampagne, die läuft, während niemand ins Postfach schaut, verschenkt genau die Antworten, für die sie gemacht wurde.

Wie groß sollte eine erste Kampagne sein?

Klein. Zwanzig bis fünfzig Empfänger sind für den ersten Lauf genug.

Dahinter steckt nicht Vorsicht, sondern Lernen: Nach fünfzig Mails wissen Sie, ob die Anrede sitzt, ob Antworten richtig zugeordnet werden, wie viele Rückläufer kommen und ob der Text die Fragen auslöst, die Sie erwartet haben. Diese Erkenntnisse sind bei fünfhundert Empfängern dieselben — nur haben Sie dann vierhundertfünfzig Adressen mit der schlechteren Fassung verbraucht.

Wie viele Antworten sind normal?

Bei kalter geschäftlicher Ansprache liegt die Antwortquote üblicherweise im niedrigen einstelligen Prozentbereich, und ein großer Teil der Antworten ist eine Absage. Das ist kein Zeichen für einen schlechten Text, sondern der Normalfall.

Was den Unterschied macht, ist weniger der Text als die Passung der Liste. Fünfzig gut ausgewählte Empfänger schlagen fünfhundert zufällige, und zwar deutlich.

Rechnen Sie beim Nachfassen mit einem spürbaren Nachschlag: Ein großer Teil der Antworten kommt erst auf die zweite Mail.

Kann jemand zwei Kampagnen gleichzeitig bekommen?

Nein, das verhindert Aurora: Kontakte, die bereits in einer laufenden Kampagne stecken, werden aus einer neuen herausgerechnet.

Deshalb ist die Empfängerzahl manchmal kleiner als erwartet, und deshalb lohnt es sich, eine Kampagne abzuschließen, bevor die nächste an dieselbe Gruppe geht.

Woher weiß Aurora, dass jemand geantwortet hat?

Achtung: Ohne abgeholten Posteingang erkennt Aurora keine Antworten — dann fassen Kampagnen auch bei denen nach, die bereits geantwortet haben.

Aus dem Posteingang: Eingehende Mails werden über Absenderadresse und Betreff dem Kontakt zugeordnet. Wer geantwortet hat, fällt aus dem Nachfassen heraus.

Daraus folgt eine wichtige Voraussetzung: Ohne eingerichteten Posteingang erkennt Aurora keine Antworten — dann bekommt auch jemand das Nachfassen, der längst geantwortet hat. Das ist die peinlichste Panne, die dieser Bereich zu bieten hat, und sie hat eine einfache Ursache.

Kann ich jemanden in Kopie setzen?

Achtung: Mehrere Empfänger in Kopie einer Mail machen deren Adressen füreinander sichtbar — das ist ein meldepflichtiger Datenschutzverstoß.

Bei einer Serienmail ist das die falsche Frage — und im schlimmsten Fall ein Datenschutzvorfall. Eine Kampagne verschickt einzelne Mails je Empfänger, gerade damit niemand die Adressen der anderen sieht.

Wenn eine Kollegin mitlesen soll, sind zwei Wege richtig: Sie in den Verteiler aufnehmen, oder ihr die Testmail schicken. Beides ist unauffällig; ein Verteiler in Kopie ist es nicht.

Wie persönlich soll eine Serienmail wirken?

So persönlich, wie sie ehrlich sein kann. Anrede und Firmenname sind selbstverständlich; ein Satz, der erkennbar auf den Empfänger passt, wirkt stärker als drei Absätze Allgemeinplätze.

Was nicht funktioniert, ist vorgetäuschte Nähe: „Ich habe mich intensiv mit Ihrem Unternehmen beschäftigt“ in einer Mail, die an vierhundert Firmen geht, erkennt jeder Empfänger, und danach ist der Absender verbrannt.

Der ehrliche Mittelweg: eine gute Zielgruppe wählen und den Bezug auf das stützen, was für alle in dieser Gruppe stimmt.

An welche Adresse antworten die Empfänger?

An die des Absenderpostfachs — es bestimmt Absendername, Signatur und Antwortadresse.

Das ist der Grund, warum ein Postfach, das niemand liest, ein schlechtes Absenderpostfach ist: Die Antworten landen dort, nicht in Ihrem persönlichen Postfach. Wenn Sie eine Sammeladresse benutzen, sorgen Sie dafür, dass Aurora sie abgleicht — dann stehen die Antworten im Posteingang.

Kann ich eine Kampagne für einen späteren Zeitpunkt planen?

Der Versand wird freigegeben und läuft dann zeitversetzt ab — eine Terminplanung auf einen künftigen Tag gibt es in dieser Form nicht.

Praktisch heißt das: Legen Sie die Kampagne an (das ist ungefährlich, es entsteht nur ein Entwurf) und geben Sie sie an dem Tag frei, an dem sie laufen soll. Der Entwurf wartet beliebig lange.

Woran erkenne ich, ob eine Kampagne funktioniert hat?

An dem, was Aurora tatsächlich misst — nicht an Öffnungsraten:

  • Zugestellt gegen Rückläufer: Sagt etwas über die Qualität der Liste.
  • Antworten: Die einzige Zahl, die zählt. Sie stehen im Posteingang und am Kontakt.
  • Abmeldungen: Steigen sie deutlich, stimmt etwas mit Zielgruppe oder Ton nicht.

Eine ehrliche vierte Größe steht in keiner Auswertung: Wie viele Gespräche daraus wurden. Halten Sie das an den Kontakten fest — sonst wissen Sie in drei Monaten nicht mehr, welche Kampagne etwas gebracht hat.

Jemand beschwert sich über eine Mail von uns. Was tun?

Der Reihe nach, und ohne Verzug:

  1. Abmelden. Sofort, ohne Diskussion — auch wenn die Ansprache zulässig war.
  2. Kurz und sachlich antworten. Eine Entschuldigung in zwei Sätzen, keine Rechtfertigung.
  3. Herkunft der Adresse prüfen. Das Import-Protokoll sagt, woher sie kam.
  4. Prüfen, ob mehr betroffen sind — kam die Adresse aus derselben Quelle wie hunderte andere?

Was Sie nicht tun sollten: die Rechtslage erklären. Wer sich beschwert, will nicht belehrt werden, und eine Auseinandersetzung kostet mehr als jede einzelne Adresse wert ist.

Kann ich den Text ändern, während die Kampagne läuft?

Sie können die Vorlage ändern — aber überlegen Sie, was das bedeutet: Die Hälfte der Empfänger hat dann eine andere Mail bekommen als die andere. Wenn Sie später fragen, warum eine Gruppe anders reagiert hat, wissen Sie es nicht mehr.

Der saubere Weg bei einem echten Fehler: Kampagne anhalten, Vorlage korrigieren, weiterlaufen lassen, und im Kopf behalten, wo der Schnitt lag.

Bei einem kleinen Tippfehler ist es meist besser, ihn stehen zu lassen.

Wie halte ich meine Empfängerliste sauber?

Vier Gewohnheiten, die zusammen den Absenderruf tragen:

  • Rückläufer nicht ignorieren. Aurora legt harte Rückläufer still; prüfen Sie trotzdem regelmäßig, ob eine ganze Quelle auffällig viele erzeugt.
  • Abmeldungen respektieren. Passiert automatisch — aber importieren Sie keine alten Listen darüber.
  • Adressen pflegen statt sammeln. Eine gepflegte Liste von fünfhundert ist mehr wert als fünftausend geerbte.
  • Nach jedem Import eine Stichprobe. Drei Kontakte öffnen, prüfen, ob alles am richtigen Platz steht.

Was prüfe ich unmittelbar vor dem Scharfschalten?

Sechs Punkte, in einer Minute:

  1. Die Empfängerzahl in der Rückfrage — die verlässliche Angabe.
  2. Die Stufe — Erst-Mail oder Nachfassen?
  3. Das Absenderpostfach — geht die Antwort dorthin, wo jemand hinsieht?
  4. Die Testmail gelesen, am besten auf dem Handy.
  5. Anrede geprüft — kein leerer Platzhalter.
  6. Der Hinweis in der Kopfzeile — läuft der geschützte Versandmodus?

Punkt 1 ist der wichtigste und der, den man beim dritten Mal überspringt.

Wie prüfe ich, ob die richtigen Empfänger drin sind?

Der Assistent zeigt im letzten Schritt die ersten Empfänger namentlich. Lesen Sie diese Liste — stimmt die Liste nicht, stimmt die Kategorie nicht.

Nach dem Anlegen zeigt die Kampagne je Empfänger, was mit seiner Mail passiert ist. Bis zur Freigabe ist das die zweite Gelegenheit, es zu bemerken.

Zwei Namen, auf die man dabei achtet: eigene Kollegen (die gehören nicht in Verteiler) und Kontakte, mit denen gerade etwas anderes läuft.

Wie nehme ich eine einzelne Person aus einer Kampagne heraus?

Über die Einteilung: Ändern Sie am Kontakt Kategorie oder Schlagwort, sodass er nicht mehr in die Zielgruppe fällt — vor dem Anlegen der Kampagne.

Ist die Kampagne bereits angelegt, aber noch nicht freigegeben, legen Sie sie mit korrigierter Zielgruppe neu an; ein Entwurf zu löschen ist folgenlos.

Für dauerhaft „nie wieder anschreiben“ ist die Abmeldung der richtige Weg — sie wirkt in allen Kampagnen.

Können mehrere Kampagnen gleichzeitig laufen?

Ja — mit einer Einschränkung, die schützt: Kontakte, die bereits in einer laufenden Kampagne stecken, werden aus einer neuen herausgerechnet.

Praktisch bedeutet das, dass sich Kampagnen an überschneidende Zielgruppen gegenseitig ausdünnen. Wenn die Empfängerzahl kleiner ist als erwartet, ist eine parallel laufende Kampagne eine der häufigsten Erklärungen.

Sauberer ist es, eine Kampagne abzuschließen, bevor die nächste an dieselbe Gruppe geht.

Wie pausiere ich über Feiertage oder Urlaub?

Über Versand anhalten. Bereits angefangene Mails gehen noch hinaus, danach ruht die Kampagne; weitermachen können Sie jederzeit.

Denken Sie an das Gegenstück: Eine angehaltene Kampagne läuft nicht von selbst weiter. Setzen Sie sich eine Aufgabe für den ersten Arbeitstag danach — sonst steht der Versand noch im Februar.

Und der eigentliche Grund für die Pause: Antworten, die niemand liest, sind verlorene Antworten.

Wie übergebe ich eine laufende Kampagne?

Drei Dinge, sonst läuft sie ins Leere:

  1. Das Absenderpostfach — die Antworten landen dort. Wer es nicht lesen kann, bekommt sie nicht.
  2. Die Wiedervorlagen der Person, die übergibt — sie erscheinen nur bei ihr.
  3. Die Absprache, wer freigibt, wenn noch Stufen ausstehen.

Punkt 1 ist der, der am häufigsten übersehen wird — besonders, wenn über eine persönliche Adresse versendet wurde.

Die Kampagne ist abgeschlossen. Was jetzt?

Drei Schritte, die aus einer Kampagne Geschäft machen:

  1. Antworten abarbeiten — im Posteingang, von „Bekannte“ nach „Neu“.
  2. Je Antwort: Notiz und Wiedervorlage am Kontakt. Ohne das ist die Antwort gelesen, aber nicht verarbeitet.
  3. Nächste Stufe planen — wer nicht geantwortet hat, kommt ins Nachfassen.

Und einmal zurückblicken: Zugestellt gegen Rückläufer, Abmeldungen, Antworten. Das sind die Zahlen, aus denen die nächste Kampagne besser wird.

Wie behalte ich bei vielen Kampagnen den Überblick?

Über die Benennung. Der Name ist nur zur Wiedererkennung — nutzen Sie ihn: „Erstansprache Handwerk Dresden 2026-03“ sagt in einer Zeile, worum es ging.

In der Liste stehen Zustand und Stufe in Klartext; abgeschlossene Kampagnen stören dort nicht und sind der Nachweis, wer wann was bekommen hat.

Löschen Sie deshalb keine Kampagne, aus der Mails hinausgegangen sind — sie fehlt genau dann, wenn jemand nachfragt.

Steht Ihre Frage nicht dabei?

Versuchen Sie es über die Suche — die geht über alle Kapitel auf einmal. Und wenn hier wirklich etwas fehlt, sagen Sie uns Bescheid: im Programm unten rechts über „Fehler melden“.