Für Agenturen und Systemhäuser
Kundenwebsites bauen, Instanzen betreiben, Lizenzen verwalten. Und wo dabei die Verantwortung liegt.
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Was habe ich als Agentur von diesen Programmen?
Drei Dinge, die zusammenwirken:
- Schneller Bau. Der Webseiten-Assistent erzeugt in Minuten ein Gerüst mit echten Texten; die Zeit fließt in Inhalte statt in Aufbau.
- Der Kunde pflegt selbst. Über AURA ändert er Texte auf der fertigen Seite — ohne Zugang zum Redaktionssystem und ohne Rückfrage bei Ihnen.
- Betrieb per Knopfdruck. Kunde anlegen, Lizenz ausstellen, Instanz anlegen — Umgebung, Datenbank, Container und Lizenz in einem Zug.
Was bleibt, ist Ihre eigentliche Arbeit: Beratung, Inhalte, Gestaltung.
Wie sieht der Ablauf für einen neuen Kunden aus?
Interessent anlegen → Testphase starten → Einladung senden → wird gekauft: „Ins Abo übernehmen“.
Technisch dahinter:
- Kunde anlegen — Firma genügt; den Monatspreis gleich eintragen, er steuert die spätere Rechnung.
- Lizenz ausstellen — Module, Budgets und Laufzeit stecken signiert im Schlüssel.
- Marke und Logo hinterlegen, wenn die Instanz nach dem Kunden aussehen soll.
- Instanz anlegen.
- DNS setzen, warten, dann Domain freischalten.
Läuft die Testphase aus, ohne dass gekauft wird, steht der Fall unter „Aufräumen“.
Kann die Instanz nach unserem Haus aussehen?
Ja — Marke und Logo je Kunde in der Kundenakte. Alles davon ist freiwillig; ohne Angabe bleibt es beim eingebauten Aussehen.
Für das Logo: PNG, JPEG oder WebP, höchstens 512 KB. SVG wird bewusst nicht angenommen, weil es ausführbare Bestandteile enthalten kann.
Marke und Logo werden auch dann gespeichert, wenn noch keine Instanz existiert — sie stehen bereit, sobald es so weit ist.
Wer ist datenschutzrechtlich verantwortlich?
Für die Daten auf der Website des Kunden: der Kunde. Er ist Verantwortlicher im Sinne der DSGVO.
Für Ihre Arbeit an dessen Daten: Sie sind Auftragsverarbeiter — dafür braucht es einen Vertrag zwischen Ihnen und dem Kunden. Und zwischen dem Kunden und dem Betreiber der Instanz ebenfalls.
Das ist eine Kette, und sie muss vollständig sein. Aurora erzeugt Ihnen einen Entwurf des Auftragsverarbeitungsvertrags aus den Stammdaten — lassen Sie ihn prüfen, bevor Sie ihn dem ersten Kunden vorlegen. Er hat die längste Vorlaufzeit.
Wie übergebe ich eine fertige Website an den Kunden?
In drei Schritten, und der dritte wird gern vergessen:
- Zugänge einrichten — für die Website AURALIS, für einfache Textänderungen AURA (kein Admin-Zugang nötig).
- Übergeben, was ihm gehört: Domain, Zugänge, Empfängeradressen der Formulare.
- Erklären, was sofort wirkt. AURA-Änderungen gehen ohne Freigabestufe auf die öffentliche Seite — das gehört gesagt, nicht entdeckt.
Und: Die Domain sollte auf den Kunden laufen. Alles andere führt früher oder später zu einer unangenehmen Diskussion.
Wie verwalte ich viele Kundenwebsites?
Über Sites: Eine Site ist eine komplette Website mit eigener Adresse; eine Installation kann viele nebeneinander führen.
Die wichtigste Gewohnheit dabei: Oben prüfen, welche Site ausgewählt ist. Alles — Seiten, Medien, Formulare, Spenden — hängt an einer Site, und ein leer wirkender Bereich ist fast immer die falsche Auswahl.
Wo Kunden getrennte Systeme brauchen, sind es eigene Instanzen: eigene Datenbank, eigene Nutzer, eigene Lizenz. Zwei Instanzen sehen einander nicht.
Kann ich eigene Vorlagen für Kundenprojekte nutzen?
Im Marktplatz liegen fertige Vorlagenpakete — komplette Websites mit Beispielinhalten als Startpunkt.
Zwei Warnungen, die zusammengehören: Das Übernehmen lässt sich nicht rückgängig machen, und nach „Diese Vorlage nutzen“ fragt der Browser, in welche Website sie soll. Im Zweifel in eine neue Website übernehmen statt in eine gefüllte.
Für Wiederkehrendes innerhalb eines Projekts sind wiederverwendbare Bausteine das bessere Mittel: einmal ändern, überall aktuell.
Wie rechne ich mit meinen Kunden ab?
Die Abrechnungsvorschau zeigt je Kunde, was im Zeitraum zusammengekommen ist, und liefert eine Datei für Ihr Rechnungsprogramm.
Aurora schreibt selbst keine Rechnungen — das ist Absicht: Rechnungsstellung hat eigene Anforderungen an Nummernkreise und Aufbewahrung und gehört in ein Programm, das dafür gebaut ist.
Damit die Vorschau brauchbar ist, gehört bei jedem Kunden der Monatspreis hinterlegt. Ohne ihn muss jede Rechnung von Hand befüllt werden.
Wie verhindere ich, dass ein Kunde Kosten verursacht?
Über Budgets je Instanz. Ist das Budget erreicht, werden kostenpflichtige Läufe abgelehnt statt ausgeführt — die übrige Arbeit läuft unberührt weiter.
Setzen Sie es vor der Übergabe, nicht danach. Die drei Stellen, an denen Geld entsteht, sind: Recherche in der Auftragssuche, Bewerbungsläufe und die kostenpflichtigen Teile der Sichtbarkeit.
Die Lizenz bleibt in jedem Fall die äußere Obergrenze.
Was gehört zum Betrieb einer Kundeninstanz?
Vier Dinge, die jemand übernehmen muss:
- Aktualisieren — sichert erst die Datenbank, holt den Stand, baut neu, fährt die Migrationen. Die Instanz ist dabei kurz nicht erreichbar, also nicht zur Hauptarbeitszeit.
- Sicherungen im Blick behalten — das Alter der letzten Sicherung steht im Betriebszustand.
- Plattenplatz — meist sind es gespeicherte Mailanhänge.
- Erreichbarkeit von außen. Der Betriebszustand prüft von innen; über die Erreichbarkeit sagt er prinzipiell nichts.
Für den letzten Punkt gibt es „Instanz prüfen“ in der Kundenakte — der Blick von außen.
Ein Kunde kündigt. Was ist zu tun?
Der Reihe nach, und mit Vorlauf:
- Daten sichern, die er mitnehmen will — Texte, Medien, Formularantworten, Kontakte.
- Domain übergeben, falls sie bei Ihnen liegt.
- Lizenz auslaufen lassen oder widerrufen. Danach greift das Stufenmodell: erst pausieren Versand und KI, nach 14 Tagen wird die Instanz lesend — Anmeldung, Auskunft und Export bleiben immer offen.
- Instanz abbauen — erst sichern, dann entfernen. Das bleibt bewusst Handarbeit.
Machen Sie den Abbau nicht am Tag der Kündigung. Es gibt keinen Grund zur Eile, und die Rückfrage kommt erfahrungsgemäß nach zwei Wochen.
Kann ich Aurora auch für meine eigene Kundengewinnung nutzen?
Genau dafür ist es gebaut. Für eine Agentur besonders nützlich sind zwei Bereiche:
- Sichtbarkeit: Website eines Interessenten prüfen — kostet nichts und darf jederzeit laufen — und den Befund als PDF aus der Hand geben. Der zweite Check nach dem Umbau ist der Nachweis und das beste Argument für die nächste Rechnung.
- Auftragssuche: Ausschreibungen und Projekte mit sichtbarem Preisschild.
Dazu der Kern: Kontakte, Kampagnen in Stufen, Wiedervorlagen.
Wie arbeiten mehrere Mitarbeiter an Kundenprojekten?
Jede Person mit eigenem Zugang — geteilte Zugänge machen jedes Protokoll wertlos.
Zwei Absprachen ersparen den meisten Ärger:
- Wer veröffentlicht. Solange alles Entwurf ist, kann sonst jemand einen halbfertigen Stand mit hinausschieben.
- Wer welche Site betreut. Die falsche Site oben ausgewählt zu haben ist die häufigste Verwechslung überhaupt.
Für Kunden, die nur Texte ändern, ist AURA der richtige Zugang — mit Übersetzer-Modus, wenn die Struktur geschützt bleiben soll.
Was können die Programme nicht?
Damit Sie es wissen, bevor Sie es einem Kunden zusagen:
- Kein Shop. Spenden ja, Verkauf nein.
- Keine freie Gestaltung außerhalb der Bausteine. Was die Bausteine nicht können, geht nicht — und Fremdinhalte einzubauen, die von anderen Servern nachladen, erzeugt genau die Probleme, die im Bereich Recht stehen.
- Kein laufender Abgleich zwischen Aurora und AURALIS. Nach der Übergabe führt AURALIS.
- Keine Freigabestufe in AURA. Wer es hat, veröffentlicht sofort.
Alles davon ist eine bewusste Entscheidung, keine offene Baustelle.
Wie grenze ich meinen Support gegenüber dem Hersteller ab?
Eine Aufteilung, die sich bewährt:
- Sie: Inhalte, Gestaltung, Schulung des Kunden, alles, was mit dessen Geschäft zu tun hat.
- Hersteller: Fehler im Programm, Betrieb der Instanz, Fragen zu Lizenz und Abrechnung.
Der praktische Weg für Ihren Kunden ist derselbe wie für Sie: „Fehler melden“ im Programm, weil die Meldung die technischen Angaben gleich mitbringt. Vereinbaren Sie, ob der Kunde direkt meldet oder über Sie, und sagen Sie es ihm.
Steht Ihre Frage nicht dabei?
Versuchen Sie es über die Suche — die geht über alle Kapitel auf einmal. Und wenn hier wirklich etwas fehlt, sagen Sie uns Bescheid: im Programm unten rechts über „Fehler melden“.