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Gefunden werden in der Praxis

Was Sie selbst tun können, wie lange es dauert und woran man unseriöse Angebote erkennt.

Klicken Sie auf eine Frage, um die Antwort zu lesen.

Wie lange dauert es, bis wir gefunden werden?

Bis die Seite überhaupt erfasst ist: Tage bis wenige Wochen. Bis sie für etwas Umkämpftes vorn steht: Monate bis Jahre — oder nie.

Was das praktisch heißt:

  • Für Ihren Firmennamen stehen Sie meist schnell vorn. Dafür konkurriert niemand.
  • Für „Elektriker Musterstadt“ kann es Monate dauern, und es hängt davon ab, wie viele es dort gibt.
  • Für „Elektriker“ allein werden Sie nicht gefunden. Das ist keine Einstellungsfrage, sondern eine Größenfrage.

Woran es liegt: Suchmaschinen bevorzugen Seiten, die es länger gibt, die verlinkt sind und auf denen sich etwas tut. Alle drei brauchen Zeit.

Was Sie daraus schließen sollten: Fangen Sie früh an und rechnen Sie in Quartalen. Wer nach vier Wochen enttäuscht ist, hat die falsche Erwartung, nicht die falsche Seite.

Was hilft wirklich?

Fünf Dinge, in dieser Reihenfolge, und alle fünf sind unspektakulär.

  1. Klare Seitentitel. Jede Seite hat einen eigenen, der sagt, worum es geht. „Leistungen — Elektrotechnik Muster, Musterstadt“ statt „Leistungen“.
  2. Text, der die Frage beantwortet. Wer sucht, hat ein Problem. Die Seite, die es benennt und löst, gewinnt.
  3. Ort und Leistung im Text. Nicht als Wortliste, sondern in normalen Sätzen.
  4. Schnelle Ladezeit und Bedienbarkeit auf dem Handy. Beides fließt ein.
  5. Verlinkungen von anderen Seiten — Branchenverzeichnisse, Verbände, Partner, lokale Portale.

Was Sie nicht brauchen: Wortlisten im Fußbereich, versteckten Text, dreißig Unterseiten mit demselben Inhalt in Ortsvarianten. Das wirkte vor fünfzehn Jahren und schadet heute.

Und der Punkt mit der besten Wirkung pro Aufwand: ein guter Eintrag in den großen Kartendiensten.

Der Assistent geht jede Seite einzeln durch und schreibt die Zahl der Hinweise daneben. Das ist eine Prüfliste, keine Platzierungsvorhersage.

Wie schreibe ich Titel und Beschreibung?

Für Menschen, die in einer Trefferliste entscheiden — nicht für die Maschine.

Der Titel:

  • Enthält, worum es geht, und wo Sie sind.
  • Ist kurz genug, um nicht abgeschnitten zu werden — etwa 55 bis 60 Zeichen.
  • Ist für jede Seite anders.
  • Fängt mit dem Wichtigsten an.

Die Beschreibung:

  • Zwei Sätze, die einen Grund zum Klicken geben.
  • Etwa 150 Zeichen.
  • Kein Werbespruch, sondern eine Aussage.

Was Sie beachten sollten: Suchmaschinen halten sich nicht immer daran. Manchmal wird ein anderer Text aus der Seite gezeigt. Das ist normal und kein Fehler.

Der häufigste Mangel: Alle Seiten haben denselben Titel — meist den Firmennamen. Damit sieht in der Trefferliste jede Seite gleich aus, und keine sagt, was sie ist.

Wie werde ich in meiner Region gefunden?

Über drei Dinge, die zusammenwirken:

  1. Ein vollständiger Eintrag in den Kartendiensten. Mit Anschrift, Öffnungszeiten, Telefon, Leistungen und Fotos. Das ist für örtliche Betriebe oft wirksamer als die Website selbst.
  2. Anschrift und Ort auf der Website, gut sichtbar — nicht nur im Impressum.
  3. Einträge in örtlichen Verzeichnissen — Handwerkskammer, Innung, Gewerbeverein, Stadtportal.

Worauf es dabei ankommt: dass Name, Anschrift und Telefonnummer überall gleich geschrieben sind. „Str.“ hier und „Straße“ dort, eine alte Nummer in einem Verzeichnis — das schwächt die Zuordnung.

Was Sie einmal tun sollten: Suchen Sie Ihren Firmennamen und sehen Sie sich an, welche Einträge es gibt. Meist finden Sie zwei oder drei, von denen Sie nichts wussten, und einer davon ist veraltet.

Und Bewertungen zählen — nicht nur für Menschen.

Lohnen sich Brancheneinträge?

Achtung: Unaufgeforderte Anrufe zu „Ihrem Eintrag“ sind ein verbreitetes Geschäftsmodell. Bestätigen Sie am Telefon nichts.

Die kostenlosen und die fachlich passenden: ja. Die gekauften Massenlisten: nein.

Was sich lohnt:

  • Kammern und Innungen.
  • Verbände Ihrer Branche.
  • Örtliche Gewerbevereine und Stadtportale.
  • Ein bis zwei große Branchenverzeichnisse.
  • Portale, auf denen Ihre Kundschaft tatsächlich sucht.

Was sich nicht lohnt:

  • Verzeichnisse, die niemand benutzt und die nur existieren, um Links zu verkaufen.
  • Pakete mit „300 Einträgen“. Die schaden eher, als dass sie nützen.

Woran Sie den Unterschied erkennen: Würden Sie dort selbst nach einem Dienstleister suchen? Wenn nein, ist es kein Verzeichnis, sondern eine Linkfarm.

Worauf es ankommt: Manche Einträge sind kostenpflichtige Verträge mit Laufzeit, die per Telefon angebahnt werden. Lesen Sie, was Sie unterschreiben.

Muss ich regelmäßig etwas Neues veröffentlichen?

Es hilft — aber weniger, als oft behauptet wird, und nur, wenn es etwas taugt.

Was tatsächlich wirkt:

  • Seiten, die eine echte Frage beantworten. Eine Seite „Was kostet eine Wallbox?“ mit einer ehrlichen Antwort wird gefunden und gelesen.
  • Referenzen mit Substanz — was war die Aufgabe, was war die Lösung.
  • Aktualisierungen bestehender Seiten, wenn sich etwas geändert hat.

Was nicht wirkt:

  • Beiträge, die geschrieben werden, damit etwas geschrieben ist.
  • Texte aus einem Generator ohne eigene Kenntnis.
  • Wöchentliche Nachrichten, die niemanden betreffen.

Der ehrliche Rat für kleine Betriebe: Lieber acht wirklich gute Seiten, die alle zwei Jahre überarbeitet werden, als ein Blog, der nach drei Monaten aufhört. Ein Blog mit dem letzten Beitrag von vor zwei Jahren wirkt schlechter als gar keiner.

Schadet es, wenn Texte doppelt vorkommen?

Es hilft jedenfalls nicht — und in einer bestimmten Form schadet es.

Unproblematisch: Ein Satz, der auf zwei Seiten steht. Eine Leistungsbeschreibung, die sich mit dem Startseitentext überschneidet.

Problematisch:

  • Zwanzig Ortsseiten mit demselben Text, nur der Ortsname ausgetauscht. Das ist ein bekanntes Muster und wirkt entsprechend.
  • Derselbe Text auf mehreren eigenen Adressen. Dann konkurrieren Ihre Seiten miteinander.
  • Text von einer fremden Seite übernommen. Das ist zusätzlich ein urheberrechtliches Problem.

Was Sie stattdessen tun: Eine Seite je Leistung, gut gemacht. Wenn Sie mehrere Orte bedienen, nennen Sie sie in einem Satz auf der Leistungsseite — statt jede Kombination auszubuchstabieren.

Und wenn eine Seite doppelt existiert, weil sie umgezogen ist: Weiterleitung setzen, nicht beide stehen lassen.

Was schadet?

Achtung: Täuschungsversuche können dazu führen, dass eine Seite aus dem Index entfernt wird. Der Weg zurück ist lang.

Sieben Dinge, die alle irgendwann einmal als Ratschlag kursierten:

  1. Versteckter Text — weiß auf weiß, hinter Bildern, außerhalb des Bildschirms.
  2. Wortlisten im Fußbereich oder in Bildbeschreibungen.
  3. Gekaufte Links von Seiten ohne Bezug.
  4. Massenhaft dünne Seiten, die nichts sagen.
  5. Weiterleitungen auf andere Inhalte, als der Titel verspricht.
  6. Ein Zustimmungsfenster, das den ganzen Inhalt verdeckt und nicht schließbar ist.
  7. Eine Seite, die auf dem Handy unbrauchbar ist.

Was die ersten drei gemeinsam haben: Sie versuchen, die Maschine zu täuschen. Das wird erkannt, und die Folgen sind schwer rückgängig zu machen.

Was die letzten vier gemeinsam haben: Sie ärgern Menschen. Und was Menschen ärgert, wird gemessen — an Absprungraten und Verweildauer.

Die Regel dahinter: Alles, was Sie einem Besucher nicht erklären würden, sollten Sie nicht tun.

Uns wurde Platz 1 garantiert. Ist das seriös?

Achtung: Platzierungsgarantien sind nicht einlösbar. Anrufe mit angeblichem Handlungsbedarf an Ihrer Seite sind ein bekanntes Geschäftsmodell.

Nein. Niemand kann eine Platzierung garantieren, weil niemand außer der Suchmaschine über die Reihenfolge bestimmt.

Woran Sie unseriöse Angebote erkennen:

  • Garantien auf Platzierungen.
  • Anrufe, die behaupten, Ihre Seite sei „abgemeldet“ oder es bestehe „Handlungsbedarf“.
  • Bezug auf angebliche Partnerschaften mit einer Suchmaschine. Es gibt keine, die Platzierungen betrifft.
  • Verträge mit langer Laufzeit und pauschalen Leistungen.
  • Berichte mit Zahlen ohne Quelle — etwa erfundene Suchvolumina.
  • Druck am Telefon.

Was ein seriöses Angebot ausmacht: Es sagt, was konkret getan wird, was es kostet, und was man realistisch erwarten kann. Und es sagt auch, was es nicht leisten kann.

Der beste Schutz: Am Telefon nichts bestätigen und nichts unterschreiben, was Sie nicht schriftlich in Ruhe gelesen haben.

Soll ich das jemandem übergeben?

Wenn Sie es selbst nicht schaffen und der Bedarf da ist: ja — mit klaren Fragen vorab.

Was Sie fragen sollten:

  1. Was genau wird getan? Eine Liste von Tätigkeiten, keine Schlagworte.
  2. Was ist das Ziel, und woran messen wir es? Anfragen, nicht Platzierungen.
  3. Wie lange bindet mich der Vertrag?
  4. Was bleibt bei mir, wenn wir aufhören? Zugänge, Texte, Einträge sollten Ihnen gehören.
  5. Wer schreibt die Texte? Wenn eine KI ohne Fachkenntnis, wissen Sie, was Sie bekommen.

Was Sie selbst behalten sollten: Die Zugänge zu Ihren eigenen Konten — Domain, Kartendienst, Website. Wer sie abgibt, ist erpressbar.

Und die ehrliche Alternative: Für viele kleine Betriebe bringt ein gepflegter Karteneintrag und eine ordentliche Website mehr als ein monatliches Paket.

Woran messe ich, ob es wirkt?

An Anfragen — nicht an Besucherzahlen und schon gar nicht an Platzierungen.

Die Kette, um die es geht:

Sichtbarkeit → Besuche → Anfragen → Aufträge.

Jede Stufe kann klemmen, und nur die letzte zählt.

Was Sie messen sollten:

  • Wie viele Anfragen kommen über die Website? Zählen Sie sie, notfalls auf einem Zettel.
  • Woher kommen sie? Fragen Sie: „Wie sind Sie auf uns gekommen?“
  • Wie viele werden Aufträge?

Was Sie nicht überbewerten sollten:

  • Besucherzahlen. Viele Besuche ohne Anfragen heißen, dass die falschen kommen — oder die Seite die Frage nicht beantwortet.
  • Platzierungen. Sie schwanken, sind personalisiert und je nach Ort verschieden.

Und der einfachste Test: Suchen Sie selbst, was Ihre Kundschaft suchen würde. Finden Sie sich? Und wenn ja: Würden Sie auf Ihren eigenen Eintrag klicken?

Was passiert beim Umzug auf eine neue Website?

Achtung: Ohne Weiterleitungen führen alle bestehenden Links und Sucheinträge ins Leere. Richten Sie sie ein, bevor die alte Seite abgeschaltet wird.

Ohne Vorbereitung: Sie verlieren, was Sie aufgebaut haben. Mit Vorbereitung: fast nichts.

Was Sie vorher tun:

  1. Alle bestehenden Adressen auflisten. Jede Seite, die es gibt.
  2. Für jede festlegen, wohin sie künftig führt.
  3. Weiterleitungen einrichten — dauerhaft, nicht vorübergehend.
  4. Die Domain behalten. Eine neue Domain heißt: von vorn anfangen.

Was Sie nachher tun:

  • Prüfen, ob die alten Adressen tatsächlich weiterleiten. Stichprobe genügt nicht — nehmen Sie die Liste.
  • Verzeichniseinträge und Karteneintrag prüfen, falls dort Unterseiten verlinkt waren.
  • Die Suchmaschine über die neue Struktur informieren.

Womit Sie rechnen müssen: Ein paar Wochen Schwankung, auch bei sauberem Umzug. Das legt sich.

Bleibt der Fehler, der am teuersten ist: die alte Seite abschalten, bevor die Weiterleitungen stehen.

Unsere Seite wird gar nicht gefunden.

Gehen Sie der Reihe nach vor — die ersten beiden Punkte erklären die meisten Fälle:

  1. Ist die Seite veröffentlicht? Ein Entwurf wird nicht gefunden.
  2. Ist sie für Suchmaschinen freigegeben? Es gibt eine Einstellung, die eine Seite ausschließt. Sie ist während des Aufbaus nützlich und wird gern vergessen.
  3. Suchen Sie nach Ihrem Firmennamen. Wenn Sie dafür nicht erscheinen, ist die Seite nicht erfasst. Wenn doch, ist sie erfasst — dann geht es nur um die Reihenfolge bei anderen Begriffen.
  4. Wie alt ist die Seite? Unter vier Wochen ist Geduld die Antwort.
  5. Steht auf der Seite überhaupt Text? Eine Seite, die nur aus Bildern besteht, hat nichts, was gefunden werden könnte.

Ihre Möglichkeiten, um es zu beschleunigen: Die Seite bei der Suchmaschine anmelden und einen Karteneintrag anlegen.

Und was nicht hilft: täglich nachsehen.

Zählen Bilder für die Suche?

Ja, in zweifacher Hinsicht, und beide werden meist vernachlässigt.

Erstens: die Bildbeschreibung. Jedes Bild sollte einen Text haben, der sagt, was zu sehen ist. Er ist für Menschen gedacht, die das Bild nicht sehen können, und wird auch von Suchmaschinen gelesen.

Was hineingehört: eine sachliche Beschreibung. „Werkstatt mit zwei Hebebühnen“ statt „Bild1“ und statt einer Wortliste.

Zweitens: die Dateigröße. Große Bilder machen die Seite langsam, und Ladezeit fließt in die Bewertung ein. Ein Foto direkt aus der Kamera ist meist um ein Vielfaches zu groß.

So machen Sie es:

  • Bilder vor dem Hochladen verkleinern.
  • Sprechende Dateinamen verwenden — „werkstatt-hebebuehne.jpg“ statt „IMG_4821.jpg“.
  • Jedem Bild eine Beschreibung geben.

Und der Nebeneffekt: Alles drei ist zugleich das, was für Barrierefreiheit nötig ist.

Steht Ihre Frage nicht dabei?

Versuchen Sie es über die Suche — die geht über alle Kapitel auf einmal. Und wenn hier wirklich etwas fehlt, sagen Sie uns Bescheid: im Programm unten rechts über „Fehler melden“.