Bilder in der Praxis
Welche Bilder wirken, wie man sie vorbereitet und was rechtlich gilt.
Klicken Sie auf eine Frage, um die Antwort zu lesen.
Welche Bilder wirken am besten?
Eigene — mit deutlichem Abstand.
Die Rangfolge nach Wirkung:
- Eigene Fotos von echter Arbeit. Ihre Werkstatt, Ihr Team, eine fertige Baustelle. Auch mit dem Handy.
- Professionelle Fotos von Ihnen und Ihrem Betrieb.
- Lizenzierte Bilder, sparsam eingesetzt — als Übergang.
- Gar kein Bild.
Warum Symbolbilder auf Platz vier liegen: Ein Foto von lächelnden Menschen an einem Konferenztisch sagt „hier ist nichts Eigenes“. Besucher erkennen es sofort, auch wenn sie es nicht benennen können.
Der Test: Könnte dieses Bild auf der Seite Ihres Wettbewerbers stehen? Wenn ja, bringt es nichts.
Wie mache ich brauchbare Fotos mit dem Handy?
Mit vier Handgriffen, die 90 Prozent ausmachen:
- Quer halten. Die meisten Stellen auf einer Website sind breiter als hoch. Ein hochkantes Foto wird beschnitten, und zwar dort, wo es interessant war.
- Tageslicht. Am Fenster, im Freien, nicht im Neonlicht der Halle.
- Aufräumen, bevor Sie auslösen. Der Kaffeebecher im Bild ist das, was hängen bleibt.
- Näher rangehen. Der häufigste Fehler ist zu viel Umgebung um zu wenig Motiv.
Dazu zwei Dinge, die oft vergessen werden:
- Mehrere Aufnahmen machen. Speicherplatz kostet nichts; ein zweiter Versuch später kostet Zeit.
- Vor dem Hochladen ansehen, in voller Größe. Auf dem Handydisplay sieht vieles schärfer aus, als es ist.
Wie bereite ich ein Bild vor dem Hochladen vor?
Drei Schritte, zusammen zwei Minuten je Bild:
- Zuschneiden. Auf den Ausschnitt, der gebraucht wird — im Format, in dem er gezeigt wird. Das erspart Ihnen, dass der Baustein an einer ungünstigen Stelle beschneidet.
- Größe prüfen. Mindestens 1600 Pixel Breite für Bilder über die volle Seitenbreite, 800 für kleinere. Mehr schadet nicht — AURALIS verkleinert für die Auslieferung.
- Sinnvoll benennen. „fassade-mehrfamilienhaus-dresden.jpg“ statt „IMG_4711.jpg“. Der Dateiname wird von Suchmaschinen gelesen.
Wofür Sie keine Zeit brauchen: das Bild von Hand zu komprimieren. Das passiert beim Ausliefern automatisch.
Was Sie nicht vergessen sollten: den Alt-Text beim Hochladen. Später macht es niemand nach.
Mein Bild wird an der falschen Stelle beschnitten.
Weil der Baustein alle Bilder auf dieselbe Form bringt, und dabei von der Mitte ausgeht.
Was hilft:
- Vorher zuschneiden, im Verhältnis, das gebraucht wird. Bei einem breiten Hintergrundbild etwa 16:9.
- Das Wesentliche in die Mitte. Wenn das Motiv am Rand steht, wird es abgeschnitten.
- Am Handy prüfen. Dort wird oft anders beschnitten als am Rechner — meist noch stärker.
Der Fall, der am häufigsten schiefgeht: ein Gruppenfoto als Hintergrundbild. Die Personen an den Rändern sind weg. Nehmen Sie dafür ein Bild, das in der Mitte funktioniert, und zeigen Sie die Gruppe an anderer Stelle.
Wenn Ihnen der Ausschnitt wichtig ist, schneiden Sie ihn selbst. Das ist der einzige Weg, ihn zu bestimmen.
Wie viele Bilder verträgt eine Seite?
Weniger, als man denkt — und die Grenze liegt nicht bei der Technik, sondern beim Lesen.
Als Orientierung:
- Startseite: drei bis fünf Bilder.
- Leistungsseite: ein bis drei.
- Galerie: acht bis zwölf.
Was gegen mehr spricht:
- Ladezeit. Bilder machen fast das gesamte Gewicht einer Seite aus.
- Aufmerksamkeit. Wer vierzig Bilder sieht, sieht keines.
- Pflege. Jedes Bild altert.
Die harte Übung, die sich lohnt: Nehmen Sie aus einer Galerie mit vierzig Bildern die besten zehn. Es tut weh und macht die Seite besser — weil jetzt jedes Bild etwas zeigt.
Wie schreibe ich einen guten Alt-Text?
Beschreiben Sie, was zu sehen ist — sachlich, in einem Satz.
Gut: - „Frisch verputzte Fassade eines Mehrfamilienhauses in Hellgrau“ - „Zwei Monteure bei der Montage einer Wärmepumpe“
Nicht gut: - „Bild1“, „Foto“, „IMG_4711“ - „Fassade schön“ — eine Wertung, keine Beschreibung - „Fassade Maler Dresden Malerarbeiten günstig“ — Suchwortstopfen, das schadet
Was Sie weglassen können: „Bild von“ oder „Foto zeigt“ — dass es ein Bild ist, weiß der Screenreader.
Rein dekorative Bilder brauchen keinen Alt-Text. Alles, was etwas aussagt, schon.
Und der praktische Nebeneffekt: Wenn ein Bild einmal nicht lädt, steht der Alt-Text an seiner Stelle.
Wie halte ich die Mediathek übersichtlich?
Mit Benennung und einem Durchgang im Jahr — mehr gibt es dort nicht zu tun.
Beim Hochladen:
- Sprechende Dateinamen. Nicht IMG_4711.
- Ein einheitliches Muster, etwa bereich-motiv-ort.jpg.
Einmal im Jahr:
- Welche Bilder gehören zu gelöschten Seiten?
- Gibt es dasselbe Bild mehrfach in verschiedenen Ausschnitten?
- Sind Personen darauf, die nicht mehr im Betrieb sind?
Der letzte davon ist nicht nur Ordnung: Die Einwilligung zur Veröffentlichung endet in der Regel mit dem Arbeitsverhältnis.
Und die Grundregel, die den meisten Aufwand spart: Nur hochladen, was verwendet wird. Eine Mediathek ist kein Bildarchiv.
Was passiert, wenn ich ein Bild lösche?
Es verschwindet überall, wo es eingesetzt ist — dort bleibt eine Lücke.
Was Sie vorher prüfen sollten: Wird es noch verwendet? Bei einem Bild, das auf drei Seiten steht, merken Sie den dritten Fall oft erst Wochen später.
Wann Löschen richtig ist:
- Personen darauf, deren Einwilligung endet oder widerrufen wurde. Dann sofort.
- Rechtlich problematische Bilder.
- Bilder zu gelöschten Seiten, die nirgends mehr stehen.
Wann nicht:
- Nur um Platz zu sparen. Der Speicher ist selten das Problem.
- Wenn Sie unsicher sind. Ein unbenutztes Bild kostet nichts.
Und wenn Sie ein Bild ersetzen wollen: austauschen statt löschen und neu hochladen. Dann bleibt es überall, wo es steht.
Wie weise ich nach, dass ich ein Bild verwenden darf?
Indem Sie es aufschreiben, und zwar beim Hochladen, nicht wenn jemand fragt.
Was Sie festhalten sollten, je Bild:
- Woher es stammt: eigene Aufnahme, gekauft, vom Fotografen, aus einer Bilddatenbank.
- Welche Lizenz — mit Datum und, wenn möglich, dem Beleg.
- Ob Personen darauf sind und ob eine Einwilligung vorliegt.
Wo Sie das führen: eine einfache Tabelle genügt. Bei einer Website mit dreißig Bildern sind das dreißig Zeilen.
Warum das zählt: Bildrechtsverstöße werden systematisch verfolgt — es gibt Dienste, die das automatisiert tun. Wer nach drei Jahren eine Rechnung bekommt und nicht sagen kann, woher das Bild stammt, hat verloren.
Und heben Sie Kaufbelege auf. Sie sind der einzige Nachweis, der zählt.
Worauf achte ich beim Logo?
Auf drei Dinge, die alle beim Hochladen entschieden werden:
- Format: PNG mit durchsichtigem Hintergrund. Ein Logo aus einem Word-Dokument bringt meist einen weißen Kasten mit, der auf farbigem Grund sichtbar wird.
- Größe: mindestens 400 Pixel Breite, besser mehr. Ein zu kleines Logo wird auf modernen Bildschirmen unscharf, und das fällt sofort auf.
- Kontrast: Prüfen Sie es auf hellem und dunklem Grund, falls beides vorkommt.
Wenn Sie das Logo nur als JPG haben: Bitten Sie den, der es gemacht hat, um die Originaldatei. Wenn niemand mehr erreichbar ist, lohnt sich eine saubere Nachzeichnung — das ist keine große Sache.
Und wenn Sie kein Logo haben: Der Schriftzug mit Ihrem Namen ist für den Anfang völlig ausreichend.
Wie stelle ich ein PDF zum Herunterladen bereit?
In die Mediathek hochladen und im Text verlinken — mehr ist es nicht.
Worauf Sie achten:
- Sagen Sie, was es ist. „Preisliste 2026 (PDF, 1,2 MB)“ statt „hier klicken“.
- Größe im Blick behalten. Ein 20-MB-PDF lädt am Handy sehr lange.
- Prüfen Sie den Inhalt, bevor Sie es öffentlich machen: Kommentare, Änderungsmarkierungen, Metadaten mit Autorennamen und Dateipfad.
- Personenbezogene Daten, die versehentlich drinstehen, sind öffentlich, sobald das PDF online ist.
Und bedenken Sie: Ein PDF ist schlechter zu lesen als eine Seite. Was auf einer Website stehen kann, sollte dort stehen — ein PDF lohnt nur bei Dingen, die man ausdrucken oder weitergeben soll.
Wie binde ich ein Video ein?
Über einen Videodienst, nicht als Datei — Videos werden nicht bei Ihnen gespeichert.
Warum: Ein Video wiegt schnell hundert Megabyte, und ein Player, der auf jedem Gerät funktioniert, ist ein eigenes Produkt.
Worauf Sie achten:
- Die cookiefreie Variante verwenden, wo der Dienst sie anbietet. Das vereinfacht Ihre Datenschutzerklärung erheblich.
- Nicht automatisch abspielen. Das ist die verlässlichste Art, Besucher zu vertreiben.
- Untertitel. Viele sehen Videos ohne Ton — und Menschen, die nicht hören können, sind sonst ausgeschlossen.
- Länge. Über zwei Minuten sieht kaum jemand zu Ende.
Und die ehrliche Frage vorher: Braucht es das Video? Ein gutes Foto mit drei Sätzen Text wird häufiger wahrgenommen als ein Film, den niemand startet.
Steht Ihre Frage nicht dabei?
Versuchen Sie es über die Suche — die geht über alle Kapitel auf einmal. Und wenn hier wirklich etwas fehlt, sagen Sie uns Bescheid: im Programm unten rechts über „Fehler melden“.